Abflusssteuerung mit Photometersonden - UV/Vis-Absorption

Aufgabenstellung
Untersuchungen zu Konzepten der Abflusssteuerung mit Spektralphotometersonden (UV/Vis-Absorption). Abstimmung eines Indikatorparameters und entsprechender Grenzwerte für die Steuerung.

Auftraggeber
Wuppertaler Stadtwerke AG
Bromberger Straße 39 – 41
42281 Wuppertal

Situation
Im Wuppertaler Stadtgebiet verlaufen zahlreiche kanalisierte Gewässer mit Einleitungen klärpflichtiger Oberflächenabflüsse. Eine Entflechtung dieser Systeme innerhalb der überbauten Bereiche in der Wuppertaler Innenstadt ist in überschaubaren Zeiträumen nicht möglich. Bislang erfolgte eine Einleitung dieser Abflüsse in die Wupper. Künftig ist eine Trennung der klärpflichtigen und nicht klärpflichtigen Abflüsse erforderlich.

Vorgehensweise
Im Rahmen unterschiedlicher Projekte erfolgen Untersuchungen zur Anwendbarkeit der Sonden unter den Betriebsbedingungen im Kanalnetz. Im Kanalnetz ist eine explosionsgeschützte Geräteapplikation erforderlich. Bisherige Anwendungsfälle:

Einleitungsüberwachung vor Überleitung in das Kanalnetz der Fa. Rheinkalk

Untersuchungen im Zulaufbereich des VZW 51 (Alsenstraße) mit unterschiedlichen Sondenfabrikaten

Untersuchung im Zulaufbereich des VZW 38 (Senefelder Straße)

Einsatz der Spektralphotometersonden in einem Regenklärbecken und in Filterschächten im Rahmen des F&E-Vorhabens „Regenwasserbehandlung mit Filterschachtsystemen"

Realisierung einer parameterabhängigen Abflusssteuerung im Verzweigungsbauwerk 53 (Robert-Daum-Platz)

Randbedingungen
Die maßgebliche Restriktion für die Anwendung der Sondenapplikationen sind betriebsstabile Bedingungen. Die Eignung des Messprinzips für die beschriebenen Einsatzfälle ist zwischenzeitlich nachgewiesen.

Für Wuppertal typisch sind dabei Anwendungen in Gefällestrecken, die zu Ablöseerscheinungen des Mediums im Bereich der Sonde führen. Hierfür sind strömungsberuhigende Einbauten zu entwickeln.

Die Steuerkonzepte auf der Basis der Spektralphotometermessung entsprechen aktuell dem Stand des Wissens, so dass die Genehmigung begleitende Untersuchungen und Abstimmungen mit den Genehmigungsbehörden erfordert.