Blockheizkraftwerk Kläranlage Dormagen
Aufgabenstellung
Planung und Realisierung eines Blockheizkraftwerkes unter Berücksichtigung der Notstromversorgung
Auftraggeber
Stadt Dormagen
Mathias-Giesen-Straße 11
41539 Dormagen
Vorgehensweise
Im Rahmen der Entwurfsbearbeitung wurden mehrere Varianten zur optimalen Klärgasverstromung untersucht. Dabei musste insbesondere die Notstromsituation detailliert betrachtet werden, da das neue Blockheizkraftwerk auch einen weitestgehenden Strombetrieb der Kläranlage bei einer Störung der Versorgung durch den EVU sicherstellen soll. Die Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen führten zu dem Ergebnis, dass die Realisierung von 2 Modulen mit einer elektrischen Nennleistung von rd. 200 kW und die Erstellung einer Erdgasversorgung für den Notstrombetrieb die kostengünstigste Lösung darstellt.
Um BHKW-Module mit einem sehr hohen Wirkungsgrad einsetzen zu können, wurde eine Klärgasreinigung mittels Aktivkohlefilterung vorgesehen. Die Abgasreinigung der BHKW-Module kann daher mit Katalysatoren erfolgen.
Für die ausgewählte Variante wurde ein Bauantrag ausgearbeitet. Im Anschluss daran wurden die Ausführungs- und Ausschreibungsunterlagen erstellt und die Objektrealisierung überwacht. Auch die elektrotechnische Anbindung des Blockheizkraftwerkes an die zentrale Energieversorgung der Kläranlage gehörte mit zum beauftragtem Leistungsumfang.
Randbedingungen
Die Platzverhältnisse auf der Kläranlage Dormagen sind sehr beengt. Daher wurde auf die Erstellung eines neuen BHKW-Gebäudes verzichtet und die BHKW-Module in 2 separaten Stahlcontainer angeordnet.
Zur Beurteilung der notwendigen Nennleistung der Kläranlage im Notstrombetrieb wurden detaillierte Untersuchungen durchgeführt. Dabei wurden auch auftretende Stromspitzen etc. berücksichtigt.
Kennwerte