Überflutungsvorsorge Umspannwerk S.-Straße

Aufgabenstellung
Studie zur Überflutungsvorsorge des Umspannwerks S.-Straße mit Hilfe einer zweidimensionalen Oberflächenabflussberechung

Auftraggeber
Energieversorgungsunternehmen

Situation
Der Auftraggeber betreibt in einer Großstadt eine Vielzahl von Umspannwerken. Im Rahmen einer internen Risikoabschätzung wurde vom Auftraggeber festgestellt, dass die Gefahr bestehen könnte, dass bei einem Starkniederschlag das Umspannwerk S.-Straße überflutet würde. Da das entsprechende Umspannwerk für die Stromversorgung sehr wichtig ist (u.a. wird über dieses Umspannwerk ein Krankenhaus und ein großes Abwasserpumpwerk versorgt), wurde im Rahmen einer Studie die Überflutungsgefährdung des Standortes detailliert untersucht.

Vorgehensweise
Auf der Grundlage eines sehr detaillierten Digitalen Geländemodells (DGM) wurde zunächst das natürliche Einzugsgebiet des Umspannwerkes ermittelt. Das Umspannwerk befindet sich innerhalb eines Gewerbegebiets und die Abwasserableitung (Schmutzwasser und die Abflüsse aus den befestigten Flächen) erfolgt über die städtische Mischwasserkanalisation. Da für das städtische Kanalnetz kein lauffähiges Rechenmodell vorlag, wurde die Überflutungsproblematik mit einer zweidimensionalen Oberflächenabflusssimulation (ohne Berücksichtigung der städtischen Kanalisation) durchgeführt. Als Software wurde DYNA/GeoCPM eingesetzt.

Die Simulationsberechnungen wurden für vier sehr seltene Niederschlagsereignisse durchgeführt (Wiederkehrzeiten: 25, 50 und 100 Jahre sowie ein Naturereignis mit einer Wiederkehrzeit > 100 Jahr). Aufbauend auf den bekannten kritischen Höhen im Bereich des Umspannwerkes und den ermittelten, möglichen Wasserständen können nun Handlungsempfehlungen ausgearbeitet werden.

Randbedingungen
Das Digitale Geländemodell wurde auf der Grundlage von Laserscandaten erstellt. Da die Laserscandaten nicht sehr aktuell waren, mussten wichtige Bereiche manuell nachgearbeitet werden. Grundlage dafür bildeten entsprechende Ortsbegehungen.

Kennwerte