Hydrodynamische Kanalnetzberechnung Bonn
Aufgabenstellung
Hydrodynamische Kanalnetzberechnung Bonn als Grundlage zum Nachweis von Drosseleinrichtungen
Auftraggeber
Bundesstadt Bonn
Tiefbauamt
Berliner Platz 2
53111 Bonn
Situation
Die Bundesstadt Bonn betreibt aktuell ein Mischwassernetz mit einer Gesamtlänge von rd. 950 km, welches in 5 Teileinzugsgebieten unterteilt ist, die zu jeweils separaten Kläranlagen entwässern. 4 Kläranlagen davon werden durch die Bundesstadt Bonn betrieben, ein Teileinzugsgebiet entwässert zur Kläranlage der Stadt Königswinter.
Vorgehensweise
Innerhalb des im Wesentlichen im Mischsystem betriebenen Kanalnetzes befinden sich zahlreiche Sonderbauwerke (RRB, SK, RÜB, RÜ), für die gemäß Selbstüberwachungsverordnung eine regelmäßige Drosselkalibrierung erforderlich ist. Diese Drosselkalibrierungen werden durch die Betriebsabteilung der Bundesstadt Bonn durchgeführt und sind teilweise aber sehr aufwändig. Vor diesem Hintergrund beabsichtigte die Bundesstadt Bonn im Rahmen einer hydrodynamischen Nachweisführung für das Kanalnetz die bisherige Anzahl an "statisch" gedrosselten Bauwerken zu minimieren und den Volumenrückhalt innerhalb des Netzes stattdessen hydrodynamisch nachzuweisen.
Randbedingungen
Die Schacht- und Haltungsdaten der einzelnen Teilnetze wurden vom Auftraggeber aus der Kanaldatenbank KANDIS/NovaKANDIS ausgespielt und im Austauschformat KANSCH bzw. KANHAL (Version 4.0) zur Verfügung gestellt. Über die in KANAL++ definierte Importschnittstelle für das jeweilige Format wurden die Daten eingelesen. Die hydrodynamischen Berechnungen wurden ausschließlich für das Bonner Mischwasserkanalnetz aufgestellt. Daten zu den offenen und verrohrten Oberflächengewässern sowie zu unabhängigen Regenwassersystemen wurden nur nachrichtlich beim Modellaufbau berücksichtigt.
Die Abbildung der 334 Sonderbauwerke im Modell erfolgte individuell für jeden hydraulisch relevanten Standort im Netz und wurde in enger Abstimmung mit dem Auftraggeber vorgenommen.
Kennwerte