Fremdwassersanierungskonzept und GEP Erkrath-Unterfeldhaus 2011
Aufgabenstellung
Aufstellung einer ganzheitlichen Sanierungskonzeption für das Kanalnetz von Erkrath-Unterfeldhaus auf der Grundlage hydraulischer Berechnungen, Durchflussmessungen und Inspektionsdaten
Auftraggeber
Abwasserbetrieb der Stadt Erkrath
Schimmelbuschstraße 11 - 13
40699 Erkrath
Situation
Das Kanalnetz in Unterfeldhaus weist eine ausgeprägte Fremdwasserproblematik auf. Aufgrund allgemeiner betrieblicher Erfahrungen wie auch aus Beobachtungen Im Betrieb des Schmutzwasservorflutpumpwerkes ist bekannt, dass im Schmutzwassernetz ein erheblicher Anteil an Fremdwasser gefasst und abgeleitet wird.
Der Transport von Fremdwasser im Regenwasserkanalnetz wird ebenfalls beobachtet. Der Betrieb des RW-Netzes entspricht nicht mehr den Regeln der Technik, denn die gesamte RW-Kanalisation mündet in ein stetig durchflossenes RKB/RRB.
Die aktuell erforderliche Novellierung des GEP erfolgte daher ganzheitlich.
Vorgehensweise
Parallel zur Aufstellung eines aktualisierten Kanalnetzmodells für hydraulische Berechnungen erfolgte die Inspektion des Netzes. Zudem wurden an ausgewählten Standorten Durchflussmessgeräte installiert, die über einen mehrmonatigen Zeitraum das tatsächliche Abflussgeschehen aufzeichneten.
Die Messergebnisse dienten zur Analyse der Fremdwasserproblematik durch Auswertungen aber auch als Eingangsgröße für ein Bodenspeichermodell. Anhand isolierter, flächendeckender Regenereignisse konnten mit Hilfe der gemessenen Durchflussganglinien außerdem die Flächenansätze für die hydraulischen Berechnungen kalibriert werden.
Die anschließend aufgestellte Sanierungskonzeption verband klassische Ansätze wie Kanalsanierungen, -verbindungen und -entlastungen mit innovativen Konzepten zur Trennung behandlungspflichtigen Regenwassers über Trübungsmessungen.
Randbedingungen
Durch die Durchflussmessungen sollten die Quellen auftretenden Fremdwassers ermittelt werden. Ein von der Regenwasserkanalisation aufgenommenes natürliches Gewässer, der Unterfeldhausgraben, galt bis dato als maßgebliche Fremdwasserquelle im RW-Netz. Anhand der Ergebnisse der Messkampagne konnte dies ausgeschlossen werden; eine aufwändige Entflechtung des Gewässers wurde daher nicht weiter verfolgt.
Kennwerte