Entlastungssammler Wupper
Aufgabenstellung
Entwicklung und Realisierung eines kostengünstigen Regenwasserbehandlungs- und Abwasserableitungskonzeptes für die Stadt Wuppertal
Auftraggeber
Wuppertaler Stadtwerke AG
Bromberger Str. 39 - 41
42281 Wuppertal
Situation
Die Stadt Wuppertal wird überwiegend im Trennverfahren entwässert. Die Ableitung des Schmutzwassers zur Kläranlage erfolgt dabei über einen rd. 90 Jahre alten Hauptsammler, der aufgrund seiner hohen Fließgeschwindigkeiten seit 25 Jahren nicht mehr auf seinen baulichen Zustand untersucht und instandgehalten werden kann. Die Regenwasserabflüsse werden über rd. 600 Einleitungen in die Wupper und ihre Nebenbäche abgeführt.
Zur Verbesserung der Gewässergüte der Wupper ist eine Regenwasserbehandlung der verschmutzten Niederschlagsabflüsse erforderlich. Aufgrund der engen Tallage und der intensiven städtischen Bebauung kann die theoretisch daraus resultierende Vielzahl von Regenklärbecken jedoch nicht erstellt werden.
Vorgehensweise
Zur Realisierung der Regenwasserbehandlung in der Stadt Wuppertal wurde parallel zur Wupper der Bau eines tiefliegenden Stauraumkanals mit mehreren Staustufen und einem zusätzlichen Regenüberlaufbecken mit Pumpwerk vor der Kläranlage vorgeschlagen. Neben den direkten Zuleitungen bis zu einer kritischen Regenspende von 15 l/(s·ha) aus dem Trennsystem besteht dabei auch die Möglichkeit, Schmutz- bzw. Mischwasser aus dem bestehenden System in den Sammler überzuleiten und Sanierungs- und Wartungsarbeiten im bestehenden (alten) Hauptsammler vorzunehmen. Die hierzu erforderlichen Verzweigungsbauwerke müssen unter sehr schwierigen Betriebsbedingungen erstellt werden.
Bei der Aufstellung und Realisierung dieses Konzeptes wurden insbesondere folgende Arbeiten von uns abgewickelt:
Randbedingungen
Im Bereich der Trasse liegen schwierige Untergrundverhältnisse mit wechselnden Bodenformationen, z.B. Fels, Wupperschotter, Sand und Lehm vor. Außerdem ist die Trasse durch zahlreiche Vortriebshindernisse wie alte Spundwände, Brunnenanlagen, Querstollen und geologisch bedingte Hohlräume gekennzeichnet, die trotz aufwändiger Vorerkundungen nicht geortet werden konnten.
Weitere Randbedingungen waren:
Kennwerte