Emscher - Ökologische Verbesserung HRB Dortmund-Mengede

Aufgabenstellung
Mitwirkung bei der Vergabe, Bauoberleitung und örtliche Bauüberwachung

Auftraggeber
Emschergenossenschaft
Kronprinzenstraße 24
45128 Essen

Situation
Im Zuge des Umbaus des Emschersystems zu einem abwasserfreien und ökologisch wertvollen Fluss, wird eine aufeinander abgestimmte Kette von Maßnahmen erforderlich, um den Hochwasserschutz auch in der Zukunft in dieser Region zu gewährleisten.
Neben einer Vielzahl von dezentralen Regen- und Hochwasserrückhaltemaßnahmen ist u. a. das geplante Hochwasserrückhaltebecken Dortmund-Mengede Bestandteil dieser Maßnahmen.
Das HRB Mengede bildet zusammen mit einem weiteren Becken in Dortmund-Ellinghausen eine elementare Voraussetzung für den Hochwasserschutz für rund 60 km Emscherumbau von Dortmund bis zum Rhein. Die Becken liegen im Hauptschluss der Emscher und werden stets vom Gewässer durchflossen.
Für die Funktion des Hochwasserrückhaltebeckens Dortmund-Mengede wurde dort, wo die Emscher das Becken wieder verlässt ein Auslassbauwerk mit Entlastungsanlage und den technisch notwendigen Anlagen zur Drosselung und Steuerung der Hochwasserabflüsse geplant und ausgeschrieben. Im Hochwasserfall lassen sich hier einzelne Öffnungen schließen und Wasser zurückhalten.
Das Hochwasserrückhaltebecken wird sich unmittelbar auf der Stadtgrenze zwischen Dortmund-Mengede und Castrop-Rauxel-Ickern befinden. Das Becken selbst wird auf bisher landwirtschaftlich genutzten Flächen entstehen. Die Umgebung ist ebenfalls zu einem überwiegenden Teil landwirtschaftlich geprägt.

Vorgehensweise
Die Mitwirkung bei der Vergabe, die Bauoberleitung und die örtliche Bauüberwachung wurden an die Dr. Pecher AG und zwei weitere Ingenieurbüros vergeben, die die beauftragten Leistungen gemeinsam für die Emschergenossenschaft im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft erbringen werden.

Randbedingungen
Das HRB Dortmund-Mengede hat ein Rückhalteraum von rund 1.090.000 m3 mit einer Staufläche von ca. 28 Hektar. Der Rückhalteraum wird hauptsächlich durch eine im Mittel ca. 6 m tiefe Abgrabung des Geländes geschaffen. Der Bodenaushub beträgt ca. 1.600.000 m3. Der Aufstau des Abflusses bei Hochwasser erfolgt über ein quer zur Emscher angeordnetes Absperrbauwerk mit integriertem Auslassbauwerk. Die Regelung des Abflusses erfolgt über die Stellung von vier Stahlschotts mit den Maßen von jeweils 2,50 m Höhe und 5 m Breite. Die Bauwerke sind gemäß Talsperrenverordnung herzustellen. Im Bereich des Absperrbauwerkes mit integriertem Auslassbauwerk wird der Betriebs- und Wirtschaftweg als aufgeständerte Brückenkonstruktion realisiert.

Kennwerte