Ertüchtigung des Rheinhochwasserdeiches XXV bei Raststatt
Aufgabenstellung
Vor-, Entwurfs- und Genehmigungsplanung für die Ertüchtigung des Rheinhochwasserdeiches XXV,
Los 2, Abschnitt 3 zwischen Rhein-km 351 und 354
Auftraggeber
Land Baden-Württemberg
vertreten durch das Regierungspräsidium Karlsruhe
Abteilung 5, Referat 53.1
76247 Karlsruhe
Situation
Der Rheinhochwasserdeich XXV verläuft in Baden-Württemberg von Steinmauern im Süden bis zum Pegel Maxau im Norden bei Karlsruhe. Das Los 2 erstreckt sich von Deich km 5+300 bis 13+020, wovon der zu sanierende Abschnitt 3 zwischen Deich km 10.500 und Deich km 13+020 liegt, d. h. zwischen Rhein km 351 und 354. Die Deichsanierung ist erforderlich, da der Deich nicht mehr den allgemein anerkannten Regeln der Technik, den heutigen Standardsicherheitsanforderungen bezüglich Standsicherheit und Zugänglichkeit für die Deichverteidigung im Hochwasserfall und Unterhaltungsarbeiten (Deichverteidigungswege) entspricht. Der geplante Ausbau und die Sanierung dienen der Sicherung der geschützten Landflächen gegen Überschwemmung bei Rheinhochwasser.
Die rd. 2,5 km lange Deichertüchtigung erfolgt durch Deichausbau, aufbauend auf einem Teil des alten Deichkörpers, wobei der neue Deich landseitig verschoben wird, um die Rheindurchflussfläche nicht zu verringern.
Die neue Deichkrone liegt ausgehend von den Ländervereinbarungen zwischen Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz auf rd. 111 m NN.
Das neue Deichprofil besitzt eine Breite von rd. 42 m, woran sich auf beiden 2 Seiten noch rd. 6 m baumfreie Zonen anschließen. Wasserseitig erhält der neue Deich eine 3 m breite Unterhaltungsberme. Der anschließende Deichkörper bis zur Deichkrone besitzt eine Neigung von 1:3,2. Die Deichkrone erhält einschließlich des 2,5 m breiten Kronenweges ein Quergefälle von 2,5 % zum Rhein. Der landseitige Deichkörper besitzt ebenfalls eine Neigung von 1:3,2. In ihm ist die landseitige Berme von 6 m Breite einschließlich des 3 m breiten Deichverteidigungsweges angeordnet. Der verbleibende bisherige Deichkörper wird landseitig mit einem Filterkörper angeschüttet und wasserseitig mit bindigem Boden zur Oberflächenabdichtung aufgefüllt. Der gesamte Deichkörper wird bis auf die Bereiche des Kronen- und Deichverteidigungsweges mit 20 cm Oberboden angedeckt, der anschließend eingesät wird.
Im Bereich der Sportanlagen und des Vereinsheimes bleibt der bisherige Deich auf rd. 120 m Länge bestehen. Zur Stabilitätssicherung wird in diesem Abschnitt eine Spundwand von der Deichkrone aus in den Deichkörper eingebracht.
Vorgehensweise
Aufbauend auf Vermessungsunterlagen, Flurkarten und Luftbildaufnahmen wurde ein digitales Kartenbild erstellt.
Die Planung der Deichertüchtigung erfolgt in folgenden Schritten:
Randbedingungen
Unter anderem folgende Randbedingungen hatten Einfluss auf die Planung:
Kennwerte