Ertüchtigung Rheindeich km 453 bis 457
Aufgabenstellung
Vor-, Entwurfs-, Genehmigungs- und Ausführungsplanung, Ausschreibung, örtliche Bauüberwachung und Bauoberleitung für die Ertüchtigung des Rheinhauptdeiches von Worms-Rheindürkheim bis Hamm
(Rhein-km 453 bis Rhein-km 457)
Auftraggeber
Land Rheinland-Pfalz, vertreten durch die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd,
Regionalstelle Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Bodenschutz, Referat 33
Kleine Langgasse 3
55116 Mainz
Situation
Die Rheinhauptdeiche zwischen der französischen Grenze und Bingen werden erneuert. Sie werden verstärkt und in der Höhe nach einer Ländervereinbarung von 1991 den Deichen in Baden-Württemberg und Hessen angepasst.
Der Rheinhauptdeich im Planungsabschnitt erfüllt auf Dauer nicht mehr die Anforderungen an die Deichsicherheit. Bei längerem hochwasserbedingtem Einstau wurden an zahlreichen Stellen nämlich Deichfußdurchfeuchtungen, lokale Wasseraustritte und Quelltrichter auf der Landseite beobachtet.
Bei einem Versagen des Hochwasserschutzes im Planungsbereich würden insgesamt 12 Ortslagen zwischen Worms und Oppenheim mit über 20.000 betroffenen Einwohnern überflutet.
Vorgehensweise
Als Vorarbeiten wurden umfangreiche Vermessungsarbeiten für den vorhandenen Rheinhauptdeich und bereichsweise auch für den Sommerdeich durchgeführt. Aufbauend auf den Flurkarten des Katasteramtes wurde ein digitales Kartenbild erstellt.
Die Planung der Deichertüchtigung erfolgte in folgenden Schritten:
Randbedingungen
Infolge der für die Deichertüchtigung wünschenswerten, jedoch nicht möglichen Inanspruchnahme von bebauten Privatgrundstücken im Ortsbereich von Worms-Ibersheim muss der Rheinhauptdeich hier wasserseitig verschoben und neu geschüttet werden. Damit gehen rd. 51.000 m³ Retentionsraum verloren. Zum Ausgleich dieses Retentionsraumverlustes wird parallel dazu oberhalb von Worms-Ibersheim der Deich zurückverlegt. Dies schafft einen Retentionsraumausgleich von rd. 63.000 m³.
In Abstimmung mit den ortsansässigen Bauernverbänden wurde im Bereich landwirtschaftlich genutzter Flächen die landseitige Böschungsneigung unterhalb des Bermenweges auf 1:10 abgeflacht, um eine landwirtschaftliche Nutzung der Böschungsflächen zu ermöglichen.
Die Hauptmassen wurden von der B9 über Wirtschaftswege an die Baustelle geliefert. Somit wurden die Ortslagen Rheindürkheim, Ibersheim und Hamm von zusätzlichem Baustellenverkehr freigehalten.
Kennwerte