Regenwasserbehandlung für die Einleitung E1 in Hennef

Aufgabenstellung
Regenwasserbehandlung für das Gewerbegebiet Hennef-Stoßdorf einschließlich angrenzender Wohngebiete (rd. 114 ha Einzugsgebietsgröße). Berücksichtigung des vorhandenen Hochwasserpumpwerks und des Hochwasserzulaufes aus dem Wolfsbach in der Planung. Nachweis unter Berücksichtigung der Entlastung aus einem RÜB des Mischsystems in das Regenwassernetz.

Vorplanung, Entwurfs- und Genehmigungsplanung für die Regenwasserbehandlungsanlage.

Auftraggeber
Stadtbetriebe Hennef
Siegaue 2
53773 Hennef

Situation
Für die Regenwassereinleitung 3,00/1,50 m aus dem Stadtteil Stoßdorf ist im Hinblick auf den Trennerlass NRW und die Verlängerung der Einleiterlaubnis eine geeignete Regenwasserbehandlungsanlage zu erstellen. Hierbei sind die Randbedingungen des bestehenden Hochwasserpumpwerks und des Hochwasserzulaufs aus dem Wolfsbach zu berücksichtigen. Die Beckenentleerung muss gesteuert nach Regenende mit einem geringen Drosselabfluss erfolgen, um die bestehenden Pumpstationen im Schmutzwassernetz nicht zu überlasten.

Vorgehensweise

Im Rahmen der Vorplanung erfolgte eine Standortüberprüfung für das Regenklärbecken. Diese führte dazu, dass der ursprünglich angedachte Standort in der Siegaue am Hochwasserpumpwerk Stoßdorf aufgegeben wurde, da eine Regenwasserbehandlung innerhalb der Ortslage Stoßdorf wesentliche Vorteile bietet. Einerseits kann hier das Regenwasserbehandlungsvolumen durch Teileinstau des Regenwassersammlers DN 2400 aktiviert werden, ohne dass ein schädlicher Rückstau vom unterhalb liegenden Hochwasserpumpwerk in das oberhalb liegende Kanalnetz eintritt. Andererseits kann hier die Beckenentleerung in freiem Gefälle in den angrenzenden Schmutzwasserkanal erfolgen, und es ist keine Pumpstation hierfür in der Siegaue erforderlich. Darüber hinaus kann hier das Einzugsgebiet der Regenwasserbehandlungsanlage verkleinert werden und die unterhalb angeschlossenen, nicht klärpflichtigen Wohngebietsflächen brauchen nicht einbezogen werden.

Bei der Gestaltung des Überlaufbauwerks des SKU waren die beengten Platzverhältnisse und die Versorgungsleitungen in der Ortslage sowie die Einhaltung der Klärbedingungen zu berücksichtigen. Der Nachweis der Klärbedingungen erfolgte unter Einbeziehung von Entlastungszuflüssen in das Regenwassernetz aus einem RÜB des Mischsystems. Zum Nachweis der Klärbedingungen und der Rückstausituation wurden hydrodynamische Berechnungen durchgeführt.

Die Beckenentleerung erfolgt nach Regenende in freiem Gefälle in den angrenzenden Schmutzwasserkanal. Der Entleerungsschieber wird in Abhängigkeit des Füllstandes im Regenklärbecken und der Auslastung der Pumpstationen im unterhalb liegenden Schmutzwassernetz aufgefahren. Die Begrenzung auf einen Drosselabfluss von 20 l/s erfolgt durch ein vorgeschaltetes Wirbelventil. Außerdem soll eine Klarwasserleitung mit Elektroschieber eingebaut werden, mit der künftig in Abhängig der Verschmutzung des aufgestauten Regenwassers eine Teilentleerung aus der Klarwasserzone in Richtung Gewässer möglich ist.

Kennwerte