Industriegebiet Tiefental, Eppingen
Aufgabenstellung
Planung, Ausschreibung und Bauleitung zur Erschließung des Industriegebietes „Tiefental“ der Stadt Eppingen
Auftraggeber
Stadt Eppingen
Rathaus
75031 Eppingen
Vorgehensweise
Ausgehend vom Bebauungsplan und den Anbindungsmöglichkeiten an vorhandene Straßenführungen sowie Ver- und Entsorgungseinrichtungen wurden Straßenbau, Entwässerung und Wasserversorgung für das vorgesehene Industriegebiet geplant. Als Vorarbeiten wurden Ortsbegehungen zur Erfassung der schwierigen Topografie durchgeführt.
Für den Straßenausbau wurden folgende Teilaufgaben abgewickelt:
- Trassierung und Gestaltung der rd. 650 m langen Erschließungsstraße mit Wendemöglichkeit
- Festlegung der Straßenquerschnitte und des Straßenaufbaues
- Ermittlung der Straßengradienten einschließlich der erforderlichen Querschnitte
- Festlegung der Straßenentwässerung
Für die Gebietsentwässerung wurden folgende Arbeiten durchgeführt:
- Festlegung der abflusswirksamen Flächen
- Variantenuntersuchungen zur Trassenführung der Regen- und Mischwasserkanäle unter Berücksichtigung der abschnittsweisen Erschließung des Industriegebietes
- Kanaldimensionierung mit hydrologischen und hydrodynamischen Modellen
- endgültige Festlegung der Trassenführung für Misch- und Regenwasserkanäle
- Koordinierung der Trassenführungen der einzelnen Ver- und Entsorgungsleitungen
- Festlegung der Hausanschlusspunkte
- Planung Regenwasserbehandlung in der MW-Kanalisation
- Planung eines Rückhaltebeckens in der RW-Kanalisation
- Erstellung der Antragsunterlagen für die einzelnen notwendigen Wasserrechtsverfahren
- zusätzliche hydraulische Berechnungen und Kostenberechnung für eine mögliche Gebietserweiterung
Weiterhin werden für die Wasserversorgung folgende Arbeiten durchgeführt:
- Trassenfestlegung der Versorgungsleitung zum und im Industriegebiet
- Dimensionierung der Versorgungsleitung
- Festlegung der Hausanschlusspunkte
- Variantenuntersuchung für Trassenverlauf einer Zirkulationsleitung zusätzlich zur Versorgungsleitung mit Durchpressung einer im Einschnitt verlaufenden Bundesstraße
Nach Abschluss des Genehmigungsverfahrens haben wir
- die Ausführungsplanung
- die Ausschreibung, Bauoberleitung sowie die örtliche Bauüberwachung
für Straßenbau, Entwässerung und Wasserversorgung durchgeführt
Randbedingungen
Die Entwässerung im Baugebiet erfolgt im modifizierten Mischsystem: Schmutzwasser sowie Niederschlagswasser von Straßen- und Hofflächen werden über einen gemeinsamen Kanal zur Kläranlage abgeleitet. Das Niederschlagswasser von Dachflächen wird über einen separaten Kanal dem Vorfluter zugeführt, wobei zum Hochwasserschutz ein offenes Rückhaltebecken in Erdbauweise zwischenzuschalten ist. Versickerung von Niederschlagswasser ist aufgrund Untergrundverhältnisse nicht möglich.
Weitere Randbedingungen sind:
- ungünstige topografische Verhältnisse mit starken Gefälle sowie Geländeeinschnitten
- Berücksichtigung einer Erweiterungsmöglichkeit von rd. 15 ha
- Neuplanung der vorh. Landesstraße im Anschlussbereich der Erschließungsstraße
- Sicherstellung ausreichender Löschwasserversorgung für hohe Brandempfindlichkeit
- unterschiedliche Druckverhältnisse in den Anschlussknoten an die bestehende Wasserversorgung
Kennwerte
- rd. 15,0 ha Einzugsgebietsfläche, gegliedert in rd. 3,7 ha öffentlichen Fläche und rd. 11,3 ha Baufläche, zusätzlich rd. 15,0 ha Erweiterungsmöglichkeit
- rd. 1,7 km Mischwasserkanäle DN 300 bis DN 800 und Eiprofile 1000/1500 bis 1200/1800 (einschl. Staukanal mit rd. 470 m³ Volumen)
- rd. 1,1 km Regenwasserkanäle DN 400 bis DN 1300
- offenes Rückhaltebecken mit einem Volumen von rd. 5.070 m³ in Erdbauweise
- rd. 18.800 m² Straßenbau (Pflaster- und bituminösem Ausbau)
- rd. 2,7 km Wasserleitung, unterteilt in rd. 1,5 km Versorgungsleitung DN 200 GGG und rd. 1,2 km Zirkulationsleitung DN 150 GGG
- rd. 50 m Durchpressung DN 400 unter der Bundesstraße für Zirkulationsleitung Wasserversorgung
- rd. 3,11 Mio. EUR Gesamtbaukosten